Sattelzugmaschinen – schwierig zu beschriften aber nicht für uns

Bei den sogenannten Sattelzugmaschinen handelt es sich um Lastwagen, der für Schwertransporte und Großraumladungen ausgelegt sind: Hierfür nutzt er einen zugehörigen Auflieger, beide Komponenten in Kombination ergeben dann einen komplettes Fahrzeug. Die SZM (Abkürzung für Sattelzugmaschine) besteht aus mehreren Bauelementen, die wiederum einen wesentlichen Einfluss auf die jeweilige Funktionalität und das entsprechende Anwendungsgebiet bestimmten.

LKW-Auflieger Folierungen am Beispiel eines roten Trailers der Firma Kösters

Das Fahrerhaus: Haubenlenker- und Frontlenkerfahrzeuge

In den USA und Australien sind sie weit verbreitet: Die Haubenlenkerfahrzeuge. In Europa hingegen werden vermehr die Frontlenker produziert, was nicht zuletzt auf die hier gültige Beschränkung der Längen zurück zu führen ist. Während sich bei erstgenannter Variante der Motor unter der Haube befindet, liegt er bei den Frontlenkern direkt unter der Vorderachse. Dies nimmt natürlich einem dementsprechenden Einfluss auf Gewichtsverteilung und Richtungsstabilität. Außerdem unterteilen sich die Fahrerhäuser von Sattelzugmaschinen in verschiedene Kabinentypen. Als längste und komfortabelste Variante gelten dabei die Schlafkabinen, die Längen von bis zu 3,24 Meter erreichen können. Die Höhen reichen von 1,5 bis zu 2,3 Meter, der Zweck dieser großzügigen Abmessungen liegt auf der Hand: Durch den zusätzlichen Platz können weitere Einrichtungsgegenstände in die Kabine integriert werden, um den Komfort der Kabinen aufzuwerten. Tageskabinen können hier nicht mithalten- aufgrund der kürzeren Verweildauer ist dies zumeist aber auch gar nicht nötig.

Der Motor als Herz der Sattelzugmaschinen

Zweifellos ist der Motor das Herzstück der Sattelzugmaschine, von seiner Leistung und Zusammensetzung hängen Faktoren wie Motorisierungen der Sattelzugmaschine über einem Dieselmotor. Bei entsprechend höherwertigen Varianten sind zudem Extras wie eine Brennstoffeinspritzung, Kühlanlage und Entgasung verbaut. Der Hubraum bei Sattelzugmaschinen variiert von zirka 9 bis 16 Liter, in Sachen PS können die Top-Maschinen bis zu 750 PS erreichen. Bis zu hundert Tonnen und mehr lassen sich so problemlos mit einer Sattelzugmaschine bewegen.

Der Fahrzeugantrieb von Sattelzugmaschinen

Damit die Sattelzugmaschine die Leistung auf die Straße bringt, benötigt sie aber natürlich auch noch einen dementsprechenden Antrieb – bestehen aus Getriebe, Triebachsen und Zapfwellegetriebe. Im Gegensatz zu einem einfachen Getriebe bieten die Doppelgetriebe wesentliche Vorzüge: Dank ihrer zusätzlich zur Verfügung stehenden Getriebeübersetzungen erhöhen sich die Schaltmöglichkeiten beispielsweise um ein Vielfaches. Einige Modelle können zudem mit einer integrierten Abstandsbremse aufwarten, die eine dementsprechende Bremskraft schon in der Zapfwelle entfaltet. Dies sorgt dann im Endeffekt dafür, dass sich mit diesen Sattelzugmaschinen komfortabler abbremsen lässt.

Achswellen und Aufsattelvorrichtung

Die Achswellen sind für die Lastverteilung und Belastungsfähigkeit der Sattelzugmaschinen verantwortlich. Aus diesem Grund rüsten die Hersteller die Regulationshelfer oftmals mit Reduktionsgeräten aus: Bis zu einer Leistung von 250 PS genügt hier eine einfache Variante, ab 750 PS und mehr wird auf die „hub reduction bogie“-Technologie zurück gegriffen. Schließlich verfügt eine Sattelzugmaschine auch noch über eine mechanische Kupllungseinrichtung, eine sogenannte Aufsattelvorrichtung. Sie ermöglicht unter anderem die Ankupplung mit den Auflieger sicher und liegt aufwärts von den Achsenwellen. Die Form dieser Vorrichtung erinnert an einen runden Kreis, innerhalb der Metallplatte befindet sich, um den Anhänger fixieren zu können, eine weitere Durchlöcherung. Sie sehen: Im Bereich der Sattelzugmaschinen ergeben sich zum Teil erhebliche Unterschiede innerhalb der einzelnen Komponenten, sodass sich eine genaue Analyse der einzelnen technischen Details fast immer lohnt. In jedem Fall sollte bei der Anschaffung einer Sattelzugmaschine in Sachen Leistung und Sicherheit nicht gespart werden.